Polyurethan (Beschichtungen, Dichtstoffe, Klebstoffe)
Feuchtigkeit im PU-System reagiert mit Isocyanat, egal ob es sich um ein- oder zweikomponentige Polyurethanprodukte handelt. Dabei entstehen Amine und Kohlendioxid. Die Amine reagieren weiter mit dem Isocyanat, wobei dieses verbraucht wird und gleichzeitig Kohlendioxidgas freigesetzt wird. Dadurch bilden sich Blasen auf der Oberfläche des Lackfilms, was zu einer Verschlechterung oder sogar zum Ausfall des Lackfilms führen kann.
Ein Molekularsiebanteil von 2 bis 5 % (Pulver) im System ist ausreichend, um die Restfeuchte im PU-System zu entfernen, dies hängt jedoch letztendlich von der im System vorhandenen Feuchtigkeit ab.
Korrosionsschutzbeschichtung
In zinkreichen Epoxidgrundierungen führt bereits eine geringe Wassermenge zu einer starken Reaktion mit dem Zinkpulver. Dabei entsteht Wasserstoff, was den Druck im Zylinder erhöht und die Lebensdauer der Grundierung verkürzt. Dies beeinträchtigt die Dichtheit, Verschleißfestigkeit und Härte des Beschichtungsfilms. Molekularsiebe (in Pulverform) wirken als wasserabsorbierendes Trockenmittel durch rein physikalische Adsorption und entfernen so das Wasser, ohne mit dem Substrat zu reagieren. Daher sind Molekularsiebe sicher und praktisch für Korrosionsschutzsysteme.
Metallpulverbeschichtung
Ähnliche Reaktionen können auch in Metallpulverbeschichtungen auftreten, beispielsweise in Aluminiumpulverbeschichtungen.
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